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Samstag, 19. Januar 2013

Spannlack 2 der Rumpf

Heute wurde der Rumpf auf die Seite gelegt und die Unterseite sowie die rechte Zellenseite drei mal mit Spannlack eingestrichen...es geht mit großen Schritten vorwärts...

Rumpf auf die Seite geworfen .....
...und unten dreimal Spannlack gestrichen
 Auch der Prüfer Klasse 5 war heute da und hat sich von den Arbeiten ein Bild gemacht. Alles bestens...

Zackenbänder

Der Spannlack auf der Tragfläche war genug durchgehärtet. Die Zackenbänder habe ich aus den Resten nach Mass für die Rippen, zur Verstärkung der Flügelvorderkante und der Hinterkante, sowie die kleineren Stücke für die reparierten Querruderanschlüsse zurechtgeschnitten.

Wieder wurde auf die Stellen, an denen das Zackenband angebracht werden sollte, Klebelack appliziert. Dann die Zackenbänder aufgelegt, mit Nitrowaschverdünnung von aussen getränkt und angedrückt, bis sich der Klebelack durch die Poren mit den  Zackenbändern verbunden hat.

Freitag, 18. Januar 2013

Spannlack

Heute mal ein kleiner Post zum Spannlack.
Vor dem Spannlackieren wird noch einmal geprüft, ob sich noch Falten oder Wellen im Stoff befinden. Bei Ceconite und Polyfiber lassen diese sich leicht mit einem Heissluftfön und etwas Gefühl ausspannen. Wer zu heiss fönt, kann sich vorstellen, was das dünne Polyestergewebe macht.

Die bespannten Teile werden, abgesehen von den Klebekanten an den Rändern, zwei mal dünn mit Spannlack eingestrichen. Ideal ist dafür ein 5" Lackierpinsel, der etwas härtere Pinselhaare haben sollte. Der Lack sollte nicht zu dick aufgetragen werden. Es geht in erster Linie darum, die Poren des Stoffes zu verschließen, damit die Farbe später nicht darin "absäuft". Wenn der Lack nicht 100% gleichmäßig aufgetragen ist, macht das nichts, das trocknet heraus. Er sollte jedoch weder durch das Gewebe tropfen, noch sollten sich Lacknasen bilden.

Zwischen den Anstrichen sollte der Spannlack mindestens 1 Stunde trocken. Nach dem zweiten Spannlackauftrag wird das Tuch (Polyfiber/Ceconite etc) ein drittes Mal eingestrichen. Dieses Mal werden die Kleberänder mit lackiert.

Der Sinn, erst mal ohne die Kleberänder einzustreichen, besteht darin, dass sich der Klebelack mit dem Spannlack wieder anlösen kann und dann die Spannung des Tuches verloren geht.

Wenn genug Spannlack drauf ist, und dieser natürlich trocken ist, hört es sich fast an wie eine Trommel. Dann ist genug Lack auf der Oberfläche.

Dienstag, 15. Januar 2013

Bespannen der Zelle

Gestern wurde der am Vortag vorbereitete Rumpf nach bespannt.



Selbe Prozedur wie an den Tragflächen. Nur wurde an den Anschlüssen z.B. am Rumpfboden ein dünnes Furnierbrett zum besseren Andrückens der Bespannung hinterlegt.




 Am Heck wurde nur der kleine Schnitt von der Rahmenreparatur ausgebessert.

Fertig bespannte Zelle

Als Nächstes muss der das Material mit einem Heissluftfön oder einem Bügeleisen gespannt, und dann mindestens 3 mal mit Spannlack gestrichen werden.
Anschließend werden die restlichen Zackenbänder zur Verstärkung in Klebelack eingebettet.




An der Zelle wurde ca. 5-15 cm um die Stellen, wo die Bespannung entfernt wurde, der Lack entfernt. Das Tuch wurde von der unlackierten Seite her mit Aceton oder Nitro eingeweicht. Dann konnte von aussen der Lack in relativ großen Stücken abgetrennt werden. An den Stellen, an denen auch Zackenband war, wurde dieses mit entfernt und gleich erneuert.


Ein Wiegen der Fahrwerksverkleidung ergab das Utopische Gewicht von 640 Gramm pro Verkleidung. Ich finde, dass hier ordentlich Gewicht gespart werden kann. Ich werde den hinteren Teil aus Balsholz nachformen und nur noch mit Polyfiber überziehen. Sieht am Schluss fast genauso aus wie das Original, nur um 450-500 Gramm je Fahrwerksbein leicher. Also zusammen fast ein Kilogramm abgespreckt.

Freitag, 11. Januar 2013

Bespannen Teil II

Der Klebelack ist trocken, nun wird die Bespannung grob (ca. +5cm) auf das benötigte Maß angepasst. Darauf wird genau auf den Fadenverlauf parallel zur Flächenlänge geachtet, damit das Tuch möglichst viel Spannung aufnehmen kann. Nun wird am vorderen Holm begonnen, das Tuch an zu legen. Mit dem Pinsel wird das Tuch von aussen ordentlich mit Nitroverdünnung befeuchtet und mit dem Daumen und Handballen faltenfrei über den Holm angedrückt. Immer nur ca 20 cm. Der Sinn besteht darin, dass der vorher augebrachte Kleblack aufweicht und sich durch das Tuch drückt und so eine kraftschlüssige Verbindung schafft. Nach dem der Vorderholm fest ist, wird auf die Strebe (neben dem alten Tuch) auf gleiche Weise der Bespannstoff aufgeklebt. Dann der hintere Teil der Fläche. Es wird immer darauf geachtet, dass sich möglichst wenig Falten bilden. Das Tuch wird dabei von einem Mann (möglichst und Tragflächenlängenrichtung) gespannt und vom anderen verklebt. Nun wird das Ende des Tuches zur Tragfläche hin mit der Zackenschere auf ca. 1-10 mm abgeschnitten, umgekrempelt und ebenfalls innen aufgeklebt (Siehe 2. Bild)
Das ausgebesserte Stück auf der Unterseite

Umgeschlagene Ränder

Der Übergang zur Altbeschichtung - hier wurde das alte Zackenband entfernt und ca 3 mm daneben neu vertucht
Zum Schluss wird der Überstand der Vorderkante mit der Zackenschere abgeschnitten, mit Klebelack eingestrichen und angedrückt.

Das Ergebniss kann sich sehen lassen.

Bespannung ausbessern

Nach dem Trocknen des Holzschutzlackes wurde die Tragfläche bis zur nächsten Intakten Rippe aufgeschnitten und oberhalb der Rippe vorsichtig die alte bespannung gelöst. Ich habe dabei einfach das alte Zackenband mit Aceton getränkt und vorsichtig abgelöst.


Anschließend wurden alle Holzteile mit P80 Schleifpapier nachgechliffen, um Unebenheiten des alten Spannlackes verschwinden zu lassen.
Auf alle Rippen, auf denen die neue Bespannung aufgeklebt werden soll wird Klebelack in drei bis vier Schichten mit jeweilis ca. 1 Stunden zwischentrockenmit einem Pinsel aufgetragen, bis nach der Trocknung ein seidener Glanz bestehen bleibt. Diese Schicht löst sich beim Aufbringen der Bespannung wieder an und wird Sie mit den Rippen verkleben.

Noch was schönes...heute ist endlich nach langen Quälereien durch den Zoll meine neue Spornradfeder aus USA gekommen. Leute..gebt blos nicht eure Firmenadresse bei Bestellungen aus den Staaten an....das ist ein riesen Sche... bis man was beim Zoll bekommt.