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Montag, 30. September 2013

Erster Flug nach Reparatur

Endlich war es soweit. Die Kitfox habe ich auf einem nahegelgenen Segelfluggelände aufgebaut und einige Rollübungen gemacht. Auch das Flugzeugheck habe ich dabei schon etwas fliegen lassen.
Irgendwann hat der Anlasser nicht mehr das getan, für was er vorhanden ist. Er hat zwar gedreht, aber nur den Anlassermotor, am 582.er zeigte er keine Wirkung. ALs ab jetzt  Motor altertümlich von Hand gestartet.
Am Nachmittag hat ein Bekannter nach einer erneuten Gewichts bzw Schwerpunkt- und Technikkontrolle das Flugzeug auf die Startbahn gerollt, und die Kitfox nach etwa einem Jahr Überholung das erste mal wieder in die Luft bewegt. Bereits in der ersten Platzrunde wurden erhöhte Abgastemparatutr auf einem Zylinder festgestellt. Im folgenden wurde die Cowling abgebaut und die Vergasernadel höher aufgehängt, was auch Besserung brachte. Leider hat der ganze Flieger sehr starke Vibrationen, die offensichtlich vom Propeller her kommen. Diese Vibrationen lassen auch die Zeiger der Instrumente stark wackeln, dass ein genaues Ablesen nahezu unmöglich macht.
Auch scheinen die Fühler des Abgasthermometers nicht 100% in gleicher Entfernung zum Kolben (Rotax????!!??) angebrachtr zu sein. Das will ich in jedem Fall in Ordnung bringen, bevor es wieder die Kitfox wieder in die Luft geht.
Als letzte wurde beim Flug trotz der passenden Schwerpunktlage ein Drücken am Steuer erforderlich, um einen Geradeausflug zu erreichen. Als Lösung wird nun der Winkel des "neuen" Motors verändert.

Am Abend habe ich beim Zerlegen das Problem des Anlassers gefunden. Der Starterdeckel, an dem der Anlasser mit dem Zahnkranz zum Motor verbunden ist, ist an der Verschraubung gerissen und muss getauscht werden.


 
Das heisst für mich, den kompletten Motor noch einmal herausbauen, da der Anlasser sich ganz hinten, in einer Aussparung im Cockpit befindet. Das wird ein Spass werden.

Dienstag, 5. März 2013

Cowling lackieren







Endlich geht es dem Ende zu. Heute hat mein Mitarbeiter die Höcker der Cowling abgeklebt, um diese in Kontrastfarbe zu lackieren. Meine Liebste meinte, ich sollte die "Höcker" als Titten ausarbeiten und Nippel drauf setzen. ...Ha Ha...Hab ich dann doch nicht gemacht. In dezentem Kontrast zu dem bereits lackierten gelben Untergrund wurden die Höcker heute lackiert: Sieht mal wieder richtig prima aus....das habe ich auch nicht anders erwartet..
Das abgeklebte Unterteil
Das abgeklebte Oberteil
Die fertigen Teile

Die fertig montierte Cowling







Samstag, 2. März 2013

Quer und Höhenruder und Spornradansteuerung

Gestern Abend und heute Nacht habe ich das Höhenruder, Höhenleitwerk und dann das Seitenruder angebracht und mit mit Splinten gesichert.


Ausserdem haben ich mit meinen Mitarbeitern gestern die Tragflächen montiert, damit der ganze Flieger samt der Flügel kurzfristig aus meiner Werkstatt geräumt werden kann.


Auch die Bremsleitungen und Anschlüsse sowie die neuen Federn zu Spornradansteuerung von Spruce sind gekommen, so dass Teile nun endlich montiert werden konnten.

Das Loch am Anschluss des Seitenruders musste minimal aufgebohrt werden

Die neuen Federn der Spornradansteuerung

Mittwoch, 20. Februar 2013

Neues leichtes Spornrad

Wie angekündigt, habe ich nun das 1480 Gramm schwere Maule Spornrad gegen ein halb so schweres Rad getauscht.
Nach dem leider Versuche mit einem superleichten Rollstuhlrad als nicht stabil genug erachtet wurden, habe ich bei Aircraft Spruce ein Van Spornrad , das angeblich um die 450 Gramm wiegen sollte, getauscht. Nachwiegen ergab, dass es um die 650 Gramm wiegt. Das ist aber immer noch mehr als 800 Gramm Gewichtersparnis am Heck. Ich habe es zwar nicht ausgerechnet, aber der Hebelarm  zum Schwerpunkt ist doch enorm.
Das 3/8 Zoll Lager des Van Spornrades musste allerdings gegen ein 1/2 Zoll Lager getauscht werden, damit es auf die Achse passt.
Links das alte schwere Rad und rechts das neue Van Spornrad

Montag, 18. Februar 2013

Montage des Hauptfahrwerkes

Die neuen Lager wurden in das rechte Fahrwerk eingesetzt und zusammen mit der Bremse an das Fahrwerk montiert. Dabei fiel mir auf, dass die linke Achse auf der Innenseite gar keinen Simmering hatte und so jederzeit Wasser die Lager schädigen kann. Das werde ich bei der nächsten Geelgenheit mit ein bauen.

Simmering (Original ohne oder es hat jemand am falschen Ende gespart)

Nach dem das Fahrwerk komlettiert war,  habe ich am Montag mit meinem Mitarbeiter die Expanderfederung eingebaut.


Die Kitfox steht das erste mal seit zwei Monaten wieder auf eigenen Füßen.

Montag, 11. Februar 2013

Neues Design für die Cowling

Ich hatte mehrere Vorschläge aufs Papier gebracht, wie das neue Design der Cowling aussehen soll. Das alte hat mir wegen der eintönig gelben Farbe nicht gefallen.





Letzendlich habe ich mich enschieden, die Farbe bis zur vorderen Motorverkleidung weiter zu führen und die Cowling neu in Gelb zu lackieren und die "Höcker" in einem dunklen grau ab zu setzen.

Die ersten Teile sind fertig..als nächstes sind die grauen Höcker dran.
sieht gleich viel besser aus.

Samstag, 2. Februar 2013

ID Plate / Typenschild und Lackieren des Rumpfes



ID Plate

Da an meiner Kitfox das Typenschild komplett fehlte, habe ich mir von einem Werbegrafiker das Schild auf plotten lassen und diese Folie dann auf ein Alublech geklebt. Die Teile, an denen die Kennungen und Werte eingstanzt wurden, habe ich vorher mit einem Cutter ausgeschnitten.




Auch habe ich heute endlich von der Colouristik meines Lacklieferanten aus Hilden die Lackrezeptur für meine Nachlackierarbeiten erhalten. Auch wenns länger gedauert hat, die Farben passen super. Der Lack wird mit 20% Weichmacher angemischt, um die Elastizität auf dem Tuch zu erhalten.


Den Rumpf habe ich zuerst  lackiert.

Zuerst mal das Teil in die Lackierkabine geschleppt und auf Böcken abgestellt..



 Anschließend die nicht zu lackierenden Teile abgedeckt, saubergepustet und mit Silikonentferner gereinigt.


 Zuerst habe ich die hellblauen Stellen auf Stoß lackiert. Die Farbe passt so gut, dass man keinen Unterschied zur Altlackierung sehen kann.


Auch die Unterseite wurde über Kopf lackiert.


Der Buchstabe (W) der Kennung wurden abgeklebt und eine Stoßkante an einem Zackenband lackiert.



Anschließnend den gelben Streifen beilackiert ...



und zum Schluß den blauben Streifen beigespritzt.



FERTIG LACKIERT
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Man sieht selbst beim Hellblau, bei dem ich mitten in der Fläche an einem Zackenband aufgehört habe, keinen Unterschied.



Am Zackenband unter dem linken Ende des gelben Streifen am Zackenband entlang nach unten abgeklebt....kein Farbunterschied erkennbar. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. .

Donnerstag, 31. Januar 2013

Spornradfeder einbauen

Leider hat einer der Vorbesitzer die Spornradfeder
total vesaut. Das heisst, es fehlte eines der drei
Federstähle komplett, eines wurde gegen ein normales  Flachstahl getauscht und nur eines war dem Original entsprechend.
Die Prozedur der Teilebestellung aus USA habe
ich bereits beschrieben.  





                                                                                                                                                      
So sieht nun die neue "richtige" Spornradfeder aus. Das schwere Spornrad der "Maule" (1,6 kg) habe ich ebenfalls ausgebaut. Derzeit wird ein kleineres und viel leichteres Rad (0,4 kg) angepasst, damit es auf die Original Achse passt.

Randbogen anpassen

Leider habe ich bei der Reparatur des Randbogens nicht das Tragflächenende zum genauen Anpassen verwendet. Der Randbogen ist damit etwas zu eng geraten und hat sich nicht mehr aufschieben lassen. Also das hintere Ende noch einmal geöffnet und direkt am Flügel neu einlaminiert.
Bei der Gelegenheit habe ich gleich die vom Nieten aufbohren beschädigten Löcher nachgebessert und verstärkt.
Auch am Teil der Flügelnase, bei dem sich am Originallaminat der untere vom oberen Teil leicht gelöst hatte wurde nachgeklebt und verstärkt.

Samstag, 19. Januar 2013

Spannlack 2 der Rumpf

Heute wurde der Rumpf auf die Seite gelegt und die Unterseite sowie die rechte Zellenseite drei mal mit Spannlack eingestrichen...es geht mit großen Schritten vorwärts...

Rumpf auf die Seite geworfen .....
...und unten dreimal Spannlack gestrichen
 Auch der Prüfer Klasse 5 war heute da und hat sich von den Arbeiten ein Bild gemacht. Alles bestens...

Zackenbänder

Der Spannlack auf der Tragfläche war genug durchgehärtet. Die Zackenbänder habe ich aus den Resten nach Mass für die Rippen, zur Verstärkung der Flügelvorderkante und der Hinterkante, sowie die kleineren Stücke für die reparierten Querruderanschlüsse zurechtgeschnitten.

Wieder wurde auf die Stellen, an denen das Zackenband angebracht werden sollte, Klebelack appliziert. Dann die Zackenbänder aufgelegt, mit Nitrowaschverdünnung von aussen getränkt und angedrückt, bis sich der Klebelack durch die Poren mit den  Zackenbändern verbunden hat.

Freitag, 18. Januar 2013

Spannlack

Heute mal ein kleiner Post zum Spannlack.
Vor dem Spannlackieren wird noch einmal geprüft, ob sich noch Falten oder Wellen im Stoff befinden. Bei Ceconite und Polyfiber lassen diese sich leicht mit einem Heissluftfön und etwas Gefühl ausspannen. Wer zu heiss fönt, kann sich vorstellen, was das dünne Polyestergewebe macht.

Die bespannten Teile werden, abgesehen von den Klebekanten an den Rändern, zwei mal dünn mit Spannlack eingestrichen. Ideal ist dafür ein 5" Lackierpinsel, der etwas härtere Pinselhaare haben sollte. Der Lack sollte nicht zu dick aufgetragen werden. Es geht in erster Linie darum, die Poren des Stoffes zu verschließen, damit die Farbe später nicht darin "absäuft". Wenn der Lack nicht 100% gleichmäßig aufgetragen ist, macht das nichts, das trocknet heraus. Er sollte jedoch weder durch das Gewebe tropfen, noch sollten sich Lacknasen bilden.

Zwischen den Anstrichen sollte der Spannlack mindestens 1 Stunde trocken. Nach dem zweiten Spannlackauftrag wird das Tuch (Polyfiber/Ceconite etc) ein drittes Mal eingestrichen. Dieses Mal werden die Kleberänder mit lackiert.

Der Sinn, erst mal ohne die Kleberänder einzustreichen, besteht darin, dass sich der Klebelack mit dem Spannlack wieder anlösen kann und dann die Spannung des Tuches verloren geht.

Wenn genug Spannlack drauf ist, und dieser natürlich trocken ist, hört es sich fast an wie eine Trommel. Dann ist genug Lack auf der Oberfläche.

Dienstag, 15. Januar 2013



An der Zelle wurde ca. 5-15 cm um die Stellen, wo die Bespannung entfernt wurde, der Lack entfernt. Das Tuch wurde von der unlackierten Seite her mit Aceton oder Nitro eingeweicht. Dann konnte von aussen der Lack in relativ großen Stücken abgetrennt werden. An den Stellen, an denen auch Zackenband war, wurde dieses mit entfernt und gleich erneuert.


Ein Wiegen der Fahrwerksverkleidung ergab das Utopische Gewicht von 640 Gramm pro Verkleidung. Ich finde, dass hier ordentlich Gewicht gespart werden kann. Ich werde den hinteren Teil aus Balsholz nachformen und nur noch mit Polyfiber überziehen. Sieht am Schluss fast genauso aus wie das Original, nur um 450-500 Gramm je Fahrwerksbein leicher. Also zusammen fast ein Kilogramm abgespreckt.

Freitag, 11. Januar 2013

Bespannen Teil II

Der Klebelack ist trocken, nun wird die Bespannung grob (ca. +5cm) auf das benötigte Maß angepasst. Darauf wird genau auf den Fadenverlauf parallel zur Flächenlänge geachtet, damit das Tuch möglichst viel Spannung aufnehmen kann. Nun wird am vorderen Holm begonnen, das Tuch an zu legen. Mit dem Pinsel wird das Tuch von aussen ordentlich mit Nitroverdünnung befeuchtet und mit dem Daumen und Handballen faltenfrei über den Holm angedrückt. Immer nur ca 20 cm. Der Sinn besteht darin, dass der vorher augebrachte Kleblack aufweicht und sich durch das Tuch drückt und so eine kraftschlüssige Verbindung schafft. Nach dem der Vorderholm fest ist, wird auf die Strebe (neben dem alten Tuch) auf gleiche Weise der Bespannstoff aufgeklebt. Dann der hintere Teil der Fläche. Es wird immer darauf geachtet, dass sich möglichst wenig Falten bilden. Das Tuch wird dabei von einem Mann (möglichst und Tragflächenlängenrichtung) gespannt und vom anderen verklebt. Nun wird das Ende des Tuches zur Tragfläche hin mit der Zackenschere auf ca. 1-10 mm abgeschnitten, umgekrempelt und ebenfalls innen aufgeklebt (Siehe 2. Bild)
Das ausgebesserte Stück auf der Unterseite

Umgeschlagene Ränder

Der Übergang zur Altbeschichtung - hier wurde das alte Zackenband entfernt und ca 3 mm daneben neu vertucht
Zum Schluss wird der Überstand der Vorderkante mit der Zackenschere abgeschnitten, mit Klebelack eingestrichen und angedrückt.

Das Ergebniss kann sich sehen lassen.

Bespannung ausbessern

Nach dem Trocknen des Holzschutzlackes wurde die Tragfläche bis zur nächsten Intakten Rippe aufgeschnitten und oberhalb der Rippe vorsichtig die alte bespannung gelöst. Ich habe dabei einfach das alte Zackenband mit Aceton getränkt und vorsichtig abgelöst.


Anschließend wurden alle Holzteile mit P80 Schleifpapier nachgechliffen, um Unebenheiten des alten Spannlackes verschwinden zu lassen.
Auf alle Rippen, auf denen die neue Bespannung aufgeklebt werden soll wird Klebelack in drei bis vier Schichten mit jeweilis ca. 1 Stunden zwischentrockenmit einem Pinsel aufgetragen, bis nach der Trocknung ein seidener Glanz bestehen bleibt. Diese Schicht löst sich beim Aufbringen der Bespannung wieder an und wird Sie mit den Rippen verkleben.

Noch was schönes...heute ist endlich nach langen Quälereien durch den Zoll meine neue Spornradfeder aus USA gekommen. Leute..gebt blos nicht eure Firmenadresse bei Bestellungen aus den Staaten an....das ist ein riesen Sche... bis man was beim Zoll bekommt.

Montag, 7. Januar 2013

Holzarbeiten an der reparierten Tragfläche


Heute wurden die neu eigesetzten Holzteile an den Tragflächenrippen und Flapperonaufnahmen mit einem speziellem Holzlack gegen

Vorher -unbehandeltes Holz

Nachher mit Schutzlack behandeltes Holz

Auserdem habe ich heute den Bespannstoff, Klebe und Spannlack besorgt.

Sonntag, 6. Januar 2013

Abwechslung: Arbeiten am Armaturenbrett

In meinem Armaturenbrett war ein großes Loch als Ablage eingearbeitet. Da ich den AWARE 5+ Luftraumwarner mit MovingMap unterbringen musste, kam mir die Idee, vor dem Ablageloch einen "Deckel" mit "Einschub" für das Gerät zu basteln.


So bleibt hinter dem AWARE
die Ablage für kleine Utensilien erhalten.

Grundieren und lackieren - Rahmen und Brandschott

Die geschweissten Teile wurden geschliffen und auch der gesamte Zellenbereich innerhalb des Cockpites wurde angeschliffen und mit einer 2 Komponenten Säurehaltigen Epoxidharz-grundierung gestrichen. Die Grundierung ist sogar Luftfahrzugelassen, da ich die von meinen Cessna Lackierungen übrig hatte.
Den abgebauten Motorträger habe ich Sandgestrahlt und ebenfalls grundiert, allerdings gespritzt.
Motorträger blank sandgestrahlt

Motorträger grundiert

Dann habe ich den Motorträger mit 2-K Lack im RAL Farbton Fenstergrau lackiert und die Zelle mit Lichtgrau. Auch die Brandwand wurde entlackt (gebeizt) grundiert und Fenstergrau lackiert. Vorher war nur Grundierung drauf, mit Lack lässt sich die Brandwand besser sauber halten.

Die entlackte Brandwand
fertig lackierte Brandwand (das Gelbe ist Klebeband und das Papprohr in der Mitte war nur zum befestigen der nicht abgebauten Teile in den Ausschnitt, der normal für den Anlasser ist gesteckt)